Werder Bremen hat auf den erneuten Engpass in der Innenverteidigung reagiert und Francois Affolter verpflichtet. Der 20-jährige Schweizer mit 4 A-Länderspielen wird bis zum 31.12.2012 von Young Boys Bern ausgeliehen. Im Anschluss besitzt der Bundesligist eine Kaufoption. Klaus Allofs pries seine neue Nummer 3 als “zweikampfstarken, schnellen Spieler” an, der “auch stark in der Spieleröffnung” ist. Das Profil klingt ansprechend und lässt für den Moment darüber hinweg sehen, dass Affolter, der bereits mit 17 Jahren in der obersten schweizer Spielklasse debütierte, zuletzt bei Young Boys Bern und die zweite Wahl in der Defensive war. Affolter selbst ging bei seiner Vorstellung davon aus, bei Werder eher die Chance zu haben, zu spielen, als bei Young Boys. Kurzfristig mag das stimmen. Nach dem Abgang Andreas Wolfs nach Monaco und der schweren Verlezung Sebastian Prödls stehen nur Mikael Silvestre und Sokratis zur Verfügung. Diese dürften auch am Samstag gegen Leverkusen in der Startelf stehen, denn Affolter, der sich selbst als “ruhigen Typ” beschrieb und auch so präsentierte, wird erst morgen zum ersten Mal gemeinsam mit dem Kader trainieren, aus dem er noch keinen seiner neuen Kollegen persönlich kennt. “Es ist die Entscheidung des Trainers.”, ließ Allofs diesen Punkt noch offen. “Rein theoretisch würde der Zugehörigkeit zum Kader am Samstag nichts entgegenstehen.”
Der Abgang Andreas Wolfs und der Wechsels Francois Affolters an der Weser müssen noch nicht die letzten Bewegungen im Bremer Transferkarussell sein. “Bis zum 31. schauen wir noch, wie sich die Dinge entwickeln.”, so Allofs. Nicht ganz unwahrscheinlich scheint ein Abgang des unzufriedenen Brasilianers Wesley. Nach lediglich fünf Einsätzen in der Hinrunde zählte dieser gegen Kaiserslautern nicht zum Kader.
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DHB-Nationalmannschaft Foto: DHB/Michael Heuberger
Die Voraussetzungen waren günstig. Am frühen Nachmittag leistete Mazedonien Schützenhilfe und besiegt Polen mit 27:25. Damit stand fest, dass die Deutsche Handballnationalmannschaft mit einem Sieg gegen Vizeweltmeister Dänemark bereits heute das Ticket für das EM-Halbfinale sichern würde. Als es nach fünf gespielten Minuten 5:1 und wenig später 6:2 für das DHB-Team stand, schien man auf dem richtigen Weg zum Erfolg. Es sollte aber nicht sein. Die deutsche Offensive vergab die Bälle etwas fahrlässig und ermöglichte dem Gegner einfache Konter, bei denen auch der starke Keeper Silvio Heinevetter chancenlos blieb. In der 22. Minute glich Dänemark zum 10:10 aus, ging kurz darauf erstmals in Führung und gab diese bis zum Spielende nicht mehr her. Mit 17:14 ging es in die Pause. Zwei Mal konnten unsere nördlichen Nachbarn sogar auf fünf Punkte davonziehen. Eine starke Defensivleistung brachte Deutschland aber noch einmal heran. Von der 43. bis zur 50. Spielminute blieb Dänemark ohne Treffer und das DHB-Team verkürzte von 24:19 auf 24:23. Zwei gute Chancen zum Ausgleich wurden jedoch durch Stürmerfouls vergeben. Am Ende konnte Uwe Gensheimer einen Siebenmeter nicht im Tor unterbringen. Dänemark sicherte den Zwei-Tore-Vorsprung von 28:26 über die Zeit und kommt nun noch nach vier Spielen in der Gruppe I auf vier Punkte, einen Zähler weniger als der DHB aufweisen kann. Deutschland hat damit gegen Polen noch alles in den eigenen Händen. Ein Sieg würde den Einzug ins Halbfinale bedeuten und einen Platz in einem Qualifikationsturnier zu den Olympischen Spielen in London sichern.
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In Melbourne laufen zur Zeit die Australian Open. Nach einer Woche sind die Viertelfinalisten im Einzel ermittelt und bei den Herren mit dabei ist wenig überraschend auch die Nummer 1 der Weltrangliste, der Serbe Novak Djokovic. Wie wenig überraschend dies ist, kann man der aktuellen Umfrage auf www.atpworldtour.com, der offiziellen Seite der Herren-Tennis-Tour entnehmen. Es wird gefragt, wie viele Grand-Slam-Tuniere der “Djoker” im Jahr 2012 gewinnen kann – 1, 2, 3 oder gar 4? Eine die Möglichkeit, der 24-jährige möge eventuell leer ausgehen, wird kein Gedanke verschwendet. Insgesamt gewann Djokovic übrigens 4 Mal einen der höchsten Tennis-Titel, davon drei (Australian Open, Wimbledon, US Open) im Vorjahr.
Die Viertelfinalbegegnungen der Australian Open 2012:
Novak Djokovic (SRB) (1) – David Ferrer (ESP) (5)
Andy Murray (GBR) (4) – Kei Nishikori (JPN) (24)
Roger Federer (SUI) (3) – Juan Martin Del Potro (ARG) (11)
Rafael Nadal (ESP) (2) – Tomas Berdych (CZE) (7)
Caroline Wozniacki (DEN) (1) – Kim Clijsters (BEL) (11)
Victoria Azarenka (BLR) (3) – Agnieszka Radwandska (POL) (8)
Maria Sharapova (RUS) (4) – Ekaterina Makarova (RUS)
Petra Kvitova (CZE) (2) – Sara Errani (ITA)
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Mona Barthels Siegesserie hat in Runde 3 der Australian Open ein Ende gefunden. Nach dem grandiosen Turniersieg in Hobart vor einer Woche spielte die junge Deutsche auch in Melbourne stark auf, die aktuelle Nummer 3 der WTA-Weltrangliste war jedoch vorerst noch eine Nummer zu groß. Victoria Azarenka aus Weißrussland setzte sich mit 6:2 und 6:4 klar durch. Dennoch hat Mona Barthel allen Grund, stolz zu sein. Die zwei Siege in Melbourne helfen dabei, die Norddeutsche in den Top 50 zu etablieren, in denen sie seit Montag (Rang 44) erstmals in ihrer Karriere geführt wird.
In jeder Hinsicht einen Schritt weiter ist Julia Görges. Die Top 50 sind für die ebenfalls aus Schleswig-Holstein stammende 23-jährige längst kein Thema mehr. Stattdessen sollte ihr der Einzug ins Achtelfinale mit einem 3:6, 6:3 und 6:1 über die Italienerin Romina Oprandi dabei helfen, die ersten 20 Ränge der Weltrangliste wieder anzugreifen. Nachdem Görges im Vorjahr noch in jedem Grand-Slam-Turnier in Runde 3 die Segel streichen musste, steht sie nun zum ersten Mal bei einem der vier größten Wettbewerbe unter den letzten 16 Spielerinnen. Mit Agnieszka Radwanska aus Polen wartet dort allerdings eine große Hausnummer.
Ganz aktuell gibt es auch bei den Herren einen großen Erfolg zu vermelden. Philipp Kohlschreiber hat seinen Siegeszug fortgesetzt und den Kolumbianer Alejandro Falla mit 6:3, 6:2 und 7:6 besiegt. In jedem Durchgang gelang Kohlschreiber ein schnelles Break, aber nur in Satz 3 konnte Falla noch einmal dagegen halten. Der nächste Gegner des 28-jährigen gebürtigen Augsburgers wird noch zwischen Yen-Tsun Lu (Taiwan) und Juan Martin Del Potro (Argentinien) ermittelt. Für Kohlschreiber ist es das dritte Achtelfinale in Melbourne. Den Einzug in die Runde der letzten acht Spieler gelang ihm dabei, wie auch in Paris, Wimbledon und New York, bislang noch nie.
Drittligafans aus dem Norden müssen künftig bei der Wahl der Berichterstattung auf andere Sender zurückgreifen. Die Sendung “Sportclub aktuell”, die immer am Samstag Nachmittag um 17 Uhr unter anderem aus den Stadien im Unterbau der Bundesligen berichtete wird ab sofort eingestellt. Davon betroffen sind der VfL Osnabrück und die U23 des SV Werder Bremen. Am kommenden Wochenende gibt es somit statt der Partien VfL Osnabrück – SV Wehen Wiesbaden und Werder Bremen U23 – Rot Weiss Erfurt das Format “Sportclub History” über den Kampf des Boxers Jürgen Blin gegen Muhammad Ali zu sehen. Osnabrücker Anhänger müssen aber deshalb nicht in die Röhre, sondern auf den Monitor schauen und das Onlineangebot des NDR nutzen. Dort gibt es die Partie als Livestream. Andere Regionalprogramme der ARD werden zudem auch weiterhin aus Liga 3 berichten. Im MDR gibt es ab 16.30 Uhr “Sport im Osten” mit Werder – Erfurt, der HR zeigt Highlights der Osnabrücker Begegnung ab 17 Uhr ihm Rahmen der Sendung “heimspiel!”.
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Sandro Wagner wird vorerst nicht mehr im Trikot des SV Werder Bremen auflaufen. Der 24-jährige Stürmer, der vor zwei Jahren aus Duisburg an die Weser wechselte, wird bis Juni 2013 an den 1. FC Kaiserslautern verliehen. Im Anschluss haben die Pfälzer die Möglichkeit, eine Option zum Kauf des U21-Europameisters zu ziehen. Dies vermeldete Werder Bremen heute auf der Homepage des Vereins. Im Duell der beiden Bundesligisten am Wochenende wird Wagner auf Wunsch seines alten Arbeitgebers allerdings noch nicht antreten.
Wagner hatte sich in der vergangenen Saison einen Platz in der Startelf des Nordclubs erspielt und konnte sich in der Rückrunde fünf Mal in die Torschützenliste eintragen. Nach der Rückkehr Markus Rosenbergs im Sommer verlor Wagner zunächst sogar seinen Platz im Kader und kam in der Hinrunde insgesamt auf lediglich sieben Einwechselungen in der Bundesliga. Ein heißer Kandidat für den freien Platz im Team ist der erst 18-jährige Niclas Füllkrug. In Werders U23 Drittligateam erzielte Füllkrug bereits fünf Treffer. Im Oktober kam er bereits zu ersten Ehren, als er zum Spieler des Monats in Liga 3 gewählt wurde.
Sechs Frauen und drei Männer traten gestern und heute beim Judo Masters im kasachischen Almaty um Weltranglistenpunkte. Dabei erreichte lediglich Vizeweltmeister Andreas Tölzer eine Platzierung. In der Klasse über 100 kg unterlag der 31-jährige im Halbfinale dem Brasilianer Rafael Silva mit einer Yuko-Wertung und belegte somit gemeinsam mit Islam El Shehaby aus Ägypten den dritten Rang.
Keine Neuigkeiten gibt es im Kampf um den einzigen deutschen Olympiastartplatz in der Klasse bis 81 kg. Sowohl der amtierende Olympiasieger Ole Bischof als auch Konkurrent Sven Maresch, der in der Weltrangliste derzeit einen Platz für Bischof rangiert, schieden in der ersten Runde aus und blieben somit ohne Punkte. Ebenso konnten die gestarteten Frauen Claudia und Luise Malzahn, Iljana Marzok, Kerstin Thiele, Heide Wollert und Franziska Konitz keinen Sieg verzeichnen.
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Mona Barthel steht zum ersten Mal im Finale eines WTA-Turniers. Bei der Generalprobe für die Australian Open im Hobart auf Tasmanien bezwang die 21-jährige im norddeutschen Duell Angelique Kerber mit 6:0 und 7:6. Barthels Endspielgegnerin wird noch zwischen der topgesetzten Belgierin Yanina Wickmayer und Shahar Peer aus Israel ermittelt. Derzeit wird die junge DTB-Spielerin noch auf Weltranglistenposition 64, ihrem bisherigen Karrierehöchststand, geführt. Sicher ist bereits, dass sich dieser Rang mit mindestens 200 Punkten aus Hobart deutlich verbessern wird.
Angelique Kerber hingegen muss weiterhin auf ihr zweites WTA-Finale warten. Bereits in der letzten Woche war in Auckland in der Vorschlussrunde Endstation. Ein gutes Omen bleibt ihr trotzdem: Vor den US Open im Vorjahr schied Kerber in Dallas ebenfalls im Halbfinale aus. Dieses Ergebnis konnte sie in Flushing Meadows sensationell wiederholen und ihr bislang bestes Grand-Slam-Ergebnis erzielen. Eine Halbfinalteilnahme in Melbourne wäre erneut ein gigantischer Erfolg. Monal Barthel und Angelique Kerber erweisen sich als größte deutsche Hoffnungen für den Grand-Slam-Auftakt. Andrea Petkovic, die deutsche Nummer 1 der Damen hat ihre Teilnahme bereits verletzungsbedingt abgesagt und auch Sabine Lisicki (Halbfinale im Wimbledon 2010) und Julia Görges sind nicht topfit.
Die Erstrundengegnerinnen der Deutschen bei den Australian Open:
Angelique Kerber – Bojana Bobusic (Australien)
Mona Barthel – Anne Keothavong (Großbritannien)
Julia Görges – Polona Hercog (Slowenien)
Sabine Lisicki – Qualifikantin
Kristina Barrois – Michaella Krajicek (Niederlande)
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Der brasilianische Spielmacher Diego Ribas da Cunha spielt derzeit bei Atletico Madrid in Spanien, steht aber noch bis 2014 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Nachdem Coach Felix Magath ihn im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt am 34. Spieltag der vergangenen Bundesligasaison nicht für die Startelf nominierte, kam es zum Eklat und Diego verließ das Team. Das Verhältnis zu Magath is seitdem zerüttet und trotz Diegos heutigem Bekenntnis zu Atletico ist sein Verbleib dort über das Saisonende hinaus alles andere als sicher. Klaus Allofs ließ sich öffentlich zu Gedankenspielen um eine Rückkehr Diegos zu Werder Bremen verleiten. Dort hatte der Brasilianer seine erfolgreichste Zeit. Mit geschätzten 7,5 Mio € pro Jahr verdient der Mittelfeldstratege derzeit allerdings weit mehr als jeder andere Spieler im Kader der Grün-Weißen. Ist eine Rückkehr möglich? Wollen die Fans den verlorenen Sohn zurück? Mach mit bei der Sport ist Nord!-Umfrage auf Facebook!
Andrea Petkovic, die an Weltranglistenposition 10 höchstplatzierte deutsche Tennisspielerin hat ihre Teilnahme an den Australian Open in der kommenden Woche abgesagt. Ein Ermüdungsbruch im unteren Rückenbereich verhindert den Start der 24-jährigen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne.
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