Ein Ausblick auf die 1. Runde des DFB-Pokals – Teil 1

64 Teams treten von Freitag bis Montag in der ersten Runde des DFB-Pokals gegeneinander an, darunter auch zahlreiche Mannschaften aus dem Norden. Ob nun als lukratives Zusatzgeschäft oder als erster Schritt auf dem kürzesten Weg nach Europa: Der Pokal genießt wieder einen hohen Stellenwert. Wie sind die Chancen der Nordclubs, wie heißen ihre Gegner und wann müssen sie antreten? Hier gibt es einen Ausblick auf die ersten beiden Partien mit Nordbeteiligung:

VfL Osnabrück – Erzgebirge Aue, Freitag, 2. August, 19 Uhr

Die Pokalrunde beginnt mit der nominell vielleicht ausgeglichensten Partie. Der VfL Osnabrück hat den Aufstieg in die 2. Bundesliga erst in der Relegation verpasst, Erzgebirge Aue rettete sich dort als Tabellenfünfzehnter nur denkbar knapp vor diesen Entscheidungsspielen. Aus den ersten beiden Saisonspielen konnten beide Teams mit sechs Punkten ein wenig überraschend die maximale Ausbeute sichern, wobei die Lila-Weißen aus Niedersachsen mit dem Chemnitzer FC sogar schon auswärts bei einem durchaus ambitionierten Konkurrenten auftrumpfen konnten (3:0 am 1. Spieltag). Aue bezwang Ingolstadt und Sandhausen, zwei Teams, die man am Saisonende nicht gerade im oberen Tabellendrittel der 2. Liga erwarten würde. Der Zweitligist dürfte als Favorit ins Rennen gehen, die Chancen auf ein Weiterkommen sind für den VfL aber sicher vorhanden. Nach der entscheidenden Niederlage gegen Dynamo Dresden verließen zwar einige Leistungsträger den Verein, die neue, günstigere Elf hinterließ allerdings bisher einen guten Eindruck. Etwaige Mehreinnahmen aus einer Zweitrundenpartie kämen angesichts der begonnenen Konsolidierung des VfL alles andere als ungelegen.

SG Aumund-Vegesack – TSG 1899 Hoffenheim, Samstag, 3. August 15:30 Uhr

Der Oberligist aus dem Norden Bremens ließ sich im Finale des Lotto-Pokals in der Vorsaison nicht irritieren. Die Unruhen um die Insolvenz des Gegners FC Oberneuland konnte die Elf von Trainer Kristian Arambasic ausnutzen und den damaligen Regionalligisten mit 4:0 deutlich bezwingen. Mit der TSG 1899 Hoffenheim bekam man für die erste Runde zwar einen Bundesligisten zugelost, die Blicke richten sich aber trotzdem etwas neidisch gen Rehden oder Wilhelmshaven. Dennoch erwartet die SG Aumund-Vegesack einen interessanten Gegner auf Platz 11 des Weserstadions. In dessen verkorkste Vorsaison fiel neben dem Klassenerhalt in letzter Minute durch einen der wenigen Aussetzer des Dortmunder Keepers Roman Weidenfeller und die letztlich erfolgreiche Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern auch ein furchtbar peinliches Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den Berliner AK 07. Mit 4:0 setze sich der Regionalligist am Ende durch. Nach der Übernahme des Traineramts durch Markus Gisdol geht es mit dem Club aus Sinsheim aber wieder bergauf. Erschwerend hinzu kommt, dass die SG kein Regionalligist ist, sondern in der Bremenliga nur fünftklassig spielt. Ein Weiterkommen ist nahezu ausgeschlossen, aber im Pokal geschehen mitunter merkwürdige Dinge. Wer wüsste das besser als die Verantwortlichen in Hoffenheim?

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