Handball-EM: Deutschland verpasst vorzeitigen Halbfinaleinzug

DHB-Nationalmannschaft Foto: DHB/Michael Heuberger

Die Voraussetzungen waren günstig. Am frühen Nachmittag leistete Mazedonien Schützenhilfe und besiegt Polen mit 27:25. Damit stand fest, dass die Deutsche Handballnationalmannschaft mit einem Sieg gegen Vizeweltmeister Dänemark bereits heute das Ticket für das EM-Halbfinale sichern würde. Als es nach fünf gespielten Minuten 5:1 und wenig später 6:2 für das DHB-Team stand, schien man auf dem richtigen Weg zum Erfolg. Es sollte aber nicht sein. Die deutsche Offensive vergab die Bälle etwas fahrlässig und ermöglichte dem Gegner einfache Konter, bei denen auch der starke Keeper Silvio Heinevetter chancenlos blieb. In der 22. Minute glich Dänemark zum 10:10 aus, ging kurz darauf erstmals in Führung und gab diese bis zum Spielende nicht mehr her. Mit 17:14 ging es in die Pause. Zwei Mal konnten unsere nördlichen Nachbarn sogar auf fünf Punkte davonziehen. Eine starke Defensivleistung brachte Deutschland aber noch einmal heran. Von der 43. bis zur 50. Spielminute blieb Dänemark ohne Treffer und das DHB-Team verkürzte von 24:19 auf 24:23. Zwei gute Chancen zum Ausgleich wurden jedoch durch Stürmerfouls vergeben. Am Ende konnte Uwe Gensheimer einen Siebenmeter nicht im Tor unterbringen. Dänemark sicherte den Zwei-Tore-Vorsprung von 28:26 über die Zeit und kommt nun noch nach vier Spielen in der Gruppe I auf vier Punkte, einen Zähler weniger als der DHB aufweisen kann. Deutschland hat damit gegen Polen noch alles in den eigenen Händen. Ein Sieg würde den Einzug ins Halbfinale bedeuten und einen Platz in einem Qualifikationsturnier zu den Olympischen Spielen in London sichern.

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