ATP: Julian Reister im Aufwärtstrend

Tennisprofi Julian Reister verbesserte sich durch seinen Erfolg beim Challengerturnier in Rom in der Weltrangliste um 29 Plätze auf Rang 154. Das Tennisjahr 2013 begann für den Reinbeker lediglich auf Position 296. Reister bewies zuletzt mehrfach, dass er in der Lage ist, Top 100 Spieler zu schlagen, nicht erst in Rom, wo er die Topseeds Andrej Kuznetsov (WR 74) und Guillermo Garcia-Lopez (WR 99) bezwang, sondern auch beim ATP-Turnier in Buenos Aires im Februar, als er Martin Alund (WR 93) und Aljaz Bedene (WR 76) besiegen konnte. Um selbst wieder zu den besten 100 Spielern der Welt zu gehören, fehlen dem 27-jährigen noch rund 200 Weltranglistenpunkte, in Reisters aktueller Form eine machbare Aufgabe – sofern der Reinbeker verletzungsfrei bleibt!

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BekoBBL: EWE Baskets sichern sich Rang 2

90:59-Auswärtssieg bei Schlusslicht Gießen zum Hauptrundenende

Mit einem 90:59-Erfolg beim abgeschlagenen Abstieger LTi Gießen 46ers haben sich die EWE Baskets Oldenburg den 2. Platz in der BekoBBL gesichert. Die Huntestädter mussten bereits heute Abend zum letzten Spiel der Hauptrunde in Hessen antreten, da sie am Wochenende am Final-Four-Turnier der FIBA EuroChallenge in Izmir teilnehmen. Die Voraussetzungen hiezu waren bereits zu Spielbeginn klar. Mit einem Sieg würde der zweite Tabellenrang endgültig gefestigt. Nur im Fall einer Niederlage der Oldenburger hätte der amtierende Vizemeister ratiopharm Ulm die EWE Baskets noch einholen können. Im Gegenzug bestand keine Möglichkeit, Meister Bamberg noch vom Platz 1 zu verdrängen. Gießen stand mit nur vier Saisonsiegen und Punktabzügen als Tabellenschlusslicht fest.

Für das letzte Pflichtspiel auf nationaler Ebene vor den Playoffs verzichteten die Baskets mit Julius Jenkins, der an einer Knöchelverletzung laboriert und Korad Wysocki auf zwei Stammkräfte. Überraschend ausgeglichen begann die Partie. Oldenburg konnte sich im ersten Viertel zwar kurzzeitig mit 7 Punkten absetzten, die Gastgeber kamen allerdings wieder heran und beendeten die ersten zehn Minuten sogar mit 23:22. Im zweiten Viertel wechselte die Führung dann regelmäßig, ehe Mustafa Abdul-Hamid kurz vor der Halbzeitsirene den Ball erobern und die EWE Baskets wieder auf 39:36 mit drei Zählern in Front brachte. Damit war der Widerstand des Absteigers dann gebrochen. Im dritten Spielabschnitt zogen die EWE Baskets auf 69:49 davon. Gießen konnte nichts mehr entgegen setzen. Am Ende siegten die Oldenburger mit 90:59 standesgemäß und konnten damit vor der Abreise in die Türkei eine gelungene Generalprobe verbuchen, während Gießen nach ansprechendem Beginn die BBL mit 20 Niederlagen in Serie verlassen muss. Mustafa Adbul-Hamid war mit 15 Punkten bester Werfer auf Seiten der Baskets, Sharaud Curry punktete 13-fach für die Gastgeber.

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BekoBBL: EWE Baskets vor letztem Auftritt in Gießen

Ein Sieg beim Absteiger sichert Platz 2 in der Abschlusstabelle

Bereits morgen Abend treten die EWE Baskets Oldenburg beim Absteiger LTi Gießen 46ers zum letzten Hauptrundenspiel der BekoBBL an. Wenn am Wochenende der Rest der Liga nachzieht werden die Oldenburger beim Final-Four-Turnier der EuroChallenge im türkischen Izmir antreten.

Die Vorzeichen vor dem Duell mit den Hessen sind eindeutig. Bei einem Sieg sichern sich die Baskets Platz 2 in der Abschlusstabelle und ziehen zumindest nach Punkten mit Spitzenreiter und Serienmeister Bamberg gleich. Tabellenplatz 1 können die EWE Baskets allerdings nicht mehr erreichen, da sie im direkten Vergleich mit Bamberg unterlegen blieben. Die Chance auf einen Sieg in Gießen stehen hingegen sehr gut. Die Gastgeber kamen im Saisonverlauf nur zu drei Siegen, zuletzt am 22. Dezember des vergangenen Jahres. Es folgten 19 Niederlagen, bei denen Gießen lediglich zwei Mal die Overtime erreichte. Oldenburg hingegen konnte sieben der letzten acht Begegnungen in der BBL gewinnen. Sollten die EWE Baskets den Saisonabschluss wider Erwarten doch verlieren, müssten sie auf zumindest einen Patzer des drittplatzierten Teams ratiopharm Ulm hoffen. Nur bei zwei Siegen in deren verbliebenen Auftritten – Ulm hat auch noch eine Nachholpartie offen – könnten die Süddeutschen Oldenburg noch einholen. Mit dann 48 Wertungspunkten kämen beide Mannschaften in diesem Fall auf die gleiche Punktzahl und wiederum wären die EWE Baskets im direkten Vergleich unterlegen.

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Philipp Bargfrede stellt sich den Fans auf Twitter

Auf dem Platz vermochten die Spieler des SV Werder Bremen zuletzt nicht allzuviel Euphorie unter der Anhängerschaft zu verbreiten. Nach zuletzt drei Unentschieden und insgesamt sechs Bundesligapartien ohne Sieg in Folge, entschied man sich dazu, vor der Begegnung mit dem FC Schalke 04 am Samstag nachmittag, sich den Fans auf der Plattform Twitter anzunähern. Zum dritten Mal in dieser Saison nutzte der Verein den eigenen Twitteraccount, um einen Spieler aus dem Kader Fragen beantworten zu lassen. Nach #fraglücke (Niclas Füllkrug) und #fragnils (Nils Petersen) hieß es also heute #fragphillip (Philipp Bargfrede). Natürlich hat Sport ist Nord! mitgefragt:

Am vorigen Wochenende feierte Philipp Bargfrede an der Seite von Tom Trybull nach langer Verletzungspause sein Comeback auf der Sechserposition. Beim zuvor einzigen Startelfeinsatz am 3. Spieltag bei Hannover 96 (2:3) war “Bargi” im defensiven Mittelfeld noch auf sich allein gestellt. Preferenzen für die Besetzung der Nebenposition wollte der 24-jährige nicht nennen:

Vor seiner Verletzung hatte Philipp Bargfrede eher die Rolle des Ergänzungsspielers inne. Bei bis dato acht Saisonspielen stand er, wie bereits erwähnt, lediglich ein Mal in der Startelf der Grün-Weißen. Ein vielversprechender Auftritt in der Vorbereitung gegen den VfL Wolfsburg machte nur kurz Hoffnung auf bessere Zeiten. Bargfrede verletzte sich erneut und konnte zunächst gar nicht mehr auflaufen. Die Rolle auf der “Sechs” fiel weiterhin Zlatko Junuzovic zu. Clemens Fritz und Aleksander Ignjovski boten sich als Alternativen an. Nach Bargfredes Rückkehr in den Kader stand von diesen etablierten Kräften jedoch niemand zur Verfügung. Fritz und Junuzovic fielen verletzt aus, Ignjovski musste auf der linken Abwehrseite aushelfen.

Bargfredes Comeback stieß auf ein geteiltes Echo. Der Kicker gab ihm die Note 4,5. Beim eigenen Anhang wurde seine Leistung dagegen weitgehend wohlwollend aufgenommen. Keine Selbstverständlichkeit, für den oft kritisierten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Bargfrede selbst gefiel sein Comeback “ganz gut”, er räumte aber Steigerungspotential ein. Dieser Einschätzung möchte ich mich an dieser Stelle anschließen. Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben äußerste sich der Mittelfeldspieler durchaus optimistisch. Den drohenden Abstieg schloss er vehement aus und bereits gegen Schalke erwartet Philipp Bargfrede wieder ein Sieg, bevorzugt mit einem eigenen Tor. Ein solches blieb ihm in seinen bisherigen 82 Bundesligapartien verwehrt.

Neben dem Fußballplatz scheint Philipp Bargfrede auch ein gewisses Interesse für den Basketballcourt an den Tag zu legen. Zumindest äußerte er den Wunsch, einmal ein Match der Nordamerikanischen Profiliga NBA live zu verfolgen:

Für die Zwischenzeit empfehlen wir die BekoBBL. Mit den Eisbären Bremerhaven, den EWE Baskets aus Oldenburg und den Artland Dragons aus Quakenbrück hat Philipp Bargfrede drei äußerst interessante Teams in seiner Reichweite, auch wenn deren Niveau natürlich nicht dem der NBA entspricht.

Auch wenn Werders Nummer 44 fleißig Tweets beantwortete und versicherte, dass ihm die Aktion Spaß mache, ist mittelfristig nicht mit einem eigenen Twitteraccount zurechnen:

Schade eigentlich. So bleibt nicht mehr, als auf den offiziellen Account des SV Werder Bremen, @werderbremen, sowie die fleißig betriebenen Spieleraccounts von Aleksander Ignjovski (@Ignjovski), Theodor Gebre Selassie (@TheoGS23) und Eljero Elia (@ELJERO11ELIA) zu verweisen. Natürlich bekommt ihr auch auf @Sport_ist_Nord immer wieder Interessantes zum SV Werder Bremen oder anderen Sportlern und Vereinen aus dem Norden! Bis dahin wünschen wir dem SV Werder Bremen und Philipp Bargfrede alles Gute, auch wenn es für ihn bis zu seinem Traumverein Real Madrid noch ein weiter Weg ist. Unwahrscheinlich bleibt auch, ob Bargfrede im Fall einer Verpflichtung durch die Königlichen an der Seite seines Lieblingsspielers Lionel Messi kicken darf. Hier scheinen drei Punkte gegen die Königsblauen am Wochenende realistischer. Den Werderanhang dürfte es freuen!

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Endspurt wohin?

Das Saisonende naht, aber Werders Ziel ist ungewiß

Heute nachmittag ist die Spielvereinigung Greuther Fürth erstmalig als Gegner in einem Bundesligaduell zu Gast im Weserstadion. Ohne eine faustdicke Überraschung an den letzten Spieltagen der laufenden Saison wird es vermutlich zunächst auch das letzte Duell dieser Art sein, denn der Aufsteiger belegt mit einer äußerst dürftigen Bilanz von nur 14 Zählern aus 25 Spielen den 18. und somit letzten Tabellenrang der Liga. Bereits sieben Punkte trennen Fürth vom Relegationsplatz, bis zu Platz 15, welcher den direkten Klassenerhalt verheißt, beträgt der Abstand sogar 15 Punkte. Es droht nicht nur der Abstieg, man läuft sogar Gefahr, als einer der schlechtesten Liganeulinge ins Unterhaus zurückkehren zu müssen (hierzu Trainer Baade). Eigentlich erwartet man in Bremen also einen gern gesehenen Gast, gegen den man sich den Frust der letzten Wochen von der Seele schießen kann. Eigentlich.

Eine Aussage dahingehend, dass die Uhren an der Weser in dieser Saison etwas anders tickten, wäre wohl nicht angemessen, immerhin orientiert sich Werder in dieser Spielzeit bereits zum dritten Mal in Folge eher in Richtung Tabellenmittelfeld denn zu den Europapokalrängen. Es ist erst ein Jahr her, dass man mit nur 13 Zählern die schlechteste Rückrunde der Vereinsgeschichte beendete, eine Niederlage gegen Absteiger Hertha BSC unter Trainerlegende Otto Rehhagel eingeschlossen. Auch in diesem Jahr tut man sich äußerst schwer mit den vermeintlich kleinen Namen. Gerade zwei Wochen ist es her, dass der FC Augsburg im Weserstadion mit 1:0 siegreich blieb. Auch das Hinspiel beim Tabellensechzehnten ging verloren. In Fürth reichte es in der Hinrunde immerhin zu einem Zähler, wobei das Schlusslicht eines seiner nur vier Heimtore erzielen konnte. Aktuell blickt Werder Bremen auf eine Serie von vier Spielen ohne Sieg. Am letzten Spieltag konnte aber nach zuvor drei Niederlagen immerhin wieder ein Punkt eingefahren werden – auswärts bei Borussia Mönchengladbach, ohne den defensiven Schlüsselspieler Sokratis, der eine Gelbsperre absaß. Dennoch zeigten sich die Grün-Weißen in den hinteren Reihen ungewohnt stabil, nicht zuletzt durch den Verzicht auf die offensiven Gegenparts des gesperrten Griechen zugunsten defensiverer Spieler. Marko Arnautovic, Eljero Elia, Mehmet Ekici und sogar Vizekapitän Aaron Hunt nahmen auf der Bank Platz. Für Tom Trybull wurde an dessen 20. Geburtstag eigens eine zweite Position auf der “Sechs” geschaffen, die der Youngster zufriedenstellend neben Clemens Fritz besetzte. Die mangelnde Spielpraxis merkte man Trybull jedoch an. Für ihn war es der erste Bundesligaeinsatz in der laufenden Spielzeit und auch in der U23 spielte er, verletzungsbedingt in der Hinrunde, witterungsbedingt in der Rückrunde, nur selten. Hinter Trybull kam Winterneuzugang Mateo Pavlovic zu seinem zweiten Bundesligaeinsatz. Der Kroate stabilisierte sich nach holprigem Start und trug in der Nachspielzeit mit vorbildlichem Einsatz und ausgeprägter Teamarbeit mit Torwart Sebastian Mielitz wesentlich zum Punktgewinn bei, als beide mit vereinten Kräften das 2:1 für Mönchengladbach durch Peniel Mlapa verhinderten. Trotz der Rückkehr des griechischen Abwehrchefs Sokratis und Österreichs Nationalverteidiger Sebastian Prödl in den Kader haben sowohl Trybull als auch Pavlovic gegen Fürth realistische Einsatzchancen. Die aufgrund einer Schwächephase pausierenden Offensivkräfte müssen sich für eine Rückkehr wohl etwas mehr strecken.

Die Sehnsucht nach einem Schützenfest gegen Fürth dürfte in Bremen nach den letzten Wochen hoch sein. In erster Linie geht es für Grün-Weiß jedoch darum, überhaupt einmal wieder drei Punkte in der Bundesliga einzufahren. In der Rückrundentabelle liegt Werder mit sieben Punkten auf dem Relegationsrang, unmittelbar vor dem heutigen Gegner, aber auch in der Gesamttabelle ist Rang 16 bedingt durch das Augsburger Hoch bedrohlich nah gekommen. Im Gegenzug haben sich die Europacupränge bereits deutlich entfernt, aber der Blick zu ihnen tut den Bremern derzeit ohnehin nicht gut, zumal wichtige Personalien für die neue Saison noch ungeklärt sind. Mit Kevin de Bruyne steht der spielstärkste Akteur aufgrund eines auslaufenden Leihvertrags vor dem Abgang und auch der Verbleib des besten Torschützen Nils Petersen ist trotz des gegenseitig bekundeten Interesses noch nicht in trockenen Tüchern. Hohe Ablösesummen zur Umgestaltung des Kaders ließen sich wohl nur mit Sokratis und Marko Arnautovic erzielen, wobei das Arbeitspapier des Letzteren 2014 ausläuft. Kader und sportliche Leitung stehen vor großen Aufgaben und zumindest kurzfristig dürfte der zu erwartende Ertrag lediglich die ominöse Goldene Ananas sein. Der Weg in eine hoffentlich bessere Zukunft muss aber bereits gegen Fürth beginnen. Im Team stimmt es, wie der gemeinsame Einsatz und auch die Freude über den Ausgleichstreffer in Mönchengladbach eindrucksvoll belegte, aber die Mannschaft braucht dringend ein echtes Erfolgserlebnis. Nicht unbedingt einen Kantersieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, aber auf jeden Fall drei Punkte für einen positiven Trend.

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Neu: Der “Sport ist Nord”-Kalender

Sie richten eine Sportveranstaltung im Norden der Republik aus? Lassen Sie diese kostenlos in den “Sport ist Nord”-Kalender eintragen! Auf Wunsch können sie auch einen Gastbeitrag im Blog verfassen und dort Informationen zu Ihrem Event bereitstellen. Eine Woche und einen Tag vor Beginn der Veranstaltung erwähnen wir sie auf unseren Facebooks und Twitter-Accounts noch einmal explizit. Auch ein Link auf ihre Vereinsseite ist möglich. Schreiben Sie uns an theollione@sportistnord.de oder senden sie einen Tweet an @sport_ist_nord

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Zusatzjoker DFB Pokal

In der Bundesliga liegt der VfL Wolfsburg im Rennen um die Europacup-Plätze weit hinter der Pole Position. Ganz anders im DFB Pokal. Mit einem Sieg beim Drittligisten Kickers Offenbach am Bieberer Berg heute abend stünden die Wölfe bereits im Halbfinale. Mit etwas Losglück fehlt dann unter Umständen nur noch ein weiterer Sieg, denn bei einem Endspiel gegen den Sieger des Duells Bayern München gegen Borussia Dortmund reicht die Teilnahme an der Finalbegegnung in Berlin mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits zur Qualifikation für die Europa League. Es lässt sich wohl ausschließen, dass die beiden Spitzenteams die Saison schlechter als auf Rang 6 abschließen. Der BVB hat derzeit 10 Punkte Vorsprung auf Platz 7, die Bayern derer sogar 27. Nur den Abstieg müsste der VfL, derzeit 15. der Bundesliga, möglichst noch vermeiden. Neun Zähler liegt man momentan vor dem FC Augsburg und damit dem Relegationsrang.

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“Hase” Ekici ist wieder da

Mehmet Ekicis Hinrunde war nicht zum vergessen, denn es gab quasi nichts, das man vergessen könnte. Der Deutsch-Türke kam lediglich zu drei Kurzeinsätzen in Partien, die mit einer Ausnahme (2:1 beim SC Freiburg am 5. Spieltag) zum Zeitpunkt seiner Einwechselung längst gelaufen waren. Ein ähnliches Schicksal zeigte sich im Vorjahr bereits bei Wesley. Der Brasilianer kam im Sommer 2010 zu Werder Bremen und spielte nach einer auch aufgrund von Verletzungen durchwachsenen Saison plötzlich keine Rolle mehr unter Trainer Thomas Schaaf. Im Frühjahr verließ Wesley schließlich den Verein. Bei Mehmet Ekici sah es hingegen im letzten Sommer zunächst nach einer Beförderung aus. Ihm wurde das prestigeträchtige Trikot mit der Nummer 10 zugewiesen. Die sich andeutende Systemumstellung auf nur drei Mittelfeldspieler ließ jedoch bereits Probleme vermuten. Und schließlich bedurfte es gar keiner Formkrise Ekicis um ihn dauerhaft aus der Mannschaft zu spülen. Im Rennen um drei Plätze in der Startelf hießen die Gegner Aaron Hunt, Zlatko Junuzovic und Kevin de Bruyne, der kurz vor Saisonbeginn noch von Chelsea ausgeliehen wurde. In allen Fällen stand Ekici, wie der Hase vor dem Igel. Die überraschend aufblühende Konkurrenz war bereits da und der Weg in die Startformation dauerhaft versperrt. Erst die Ausfälle der defensiveren Konkurrenten Philipp Bargfrede und Clemens Fritz, die aus taktischen Gründen bei Einwechselungen die Nase vorn hatten, brachten Mehmet Ekici überhaupt wieder in den 18er-Kader. Zur gleichen Zeit schloss sein ehemaliger Partner aus Nürnberger Zeiten Ilkay Gündogan beim amtierenden Doublesieger Borussia Dortmund zur Ligaspitze im zentralen Mittelfeld auf.

Das Wintertrainingslager im türkischen Belek verhieß zunächst keine Besserung. Im Test zwischen der zweiten Garde des SVW mit den Leidensgenossen vom VfL Wolfsburg lieferte Ekici zwar eine ansprechende Leistung ab, überboten wurde er jedoch vom richtig starken Philipp Bargfrede. Wieder war ein Konkurrent zunnächst einen Schritt voraus. Doch noch im gleichen Match verletzte sich Bargfrede erneut und zeigte damit unfreiwillig die Richtung für den Deutsch-Türken an. Er musste bereit sein, wenn sich die Chancen boten. Zum Rückrundenauftakt war sein Platz jedoch zunächst erst einmal wieder auf der Bank, doch nur eine Woche später änderten sich die Vorzeichen zu Ekicis Gunsten. Aaron Hunt fiel verletzt aus und Marko Arnautovic nahm angeschlagen zunächst auf der Bank platz. Die unverhoffte Chance endete allerdings auf altbekannte Weise: Werder verlor das Nordderby beim HSV mit 2:3 und Ekicis Leistung war in Ordnung, während sich mit Aleksandar Ignjovski, nominell defensiver Mittelfeldakteur, ein Konkkurent durch einen ganz starken Auftritt in den Vordergrund spielte. Ein weiterer Igel. Die Ampelkarten gegen Marko Arnautovic und Clemens Fritz hielten den Nationalspieler für die Türkei dennoch weiter in der Startelf. Ignjovski rückte derweil für den kriselnden Theodor Gebre Selassie auf die Position des rechten Verteidigers. Gegen Hannover zeigte sich Werder mit Ekici dann zwar haushoch überlegen, der Sieg wurde jedoch erst nach dessen Auswechselung – und unter tätiger Mithilfe von Nachwuchspieler Özkan Yildirim – gesichert. Und erneut stand ein Konkurrent im Rampenlicht! In Stuttgart fiel schleißlich der österreichische Rechtsaußen Arnautovic erneut kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme aus und bot Ekici damit die Möglichkeit, sich doch noch einmal nachhaltig ins Gedächtnis von Fans und Vereinsführung zu bringen. Der Erfolg ist seit Samstag nachmittag bekannt: Ekici zeichnete sich als Doppeltorschütze und Matchwinner aus und sicherte seinem Team erstmals nach 15 Monaten wieder zwei Bundesligasiege in Folge. Endlich kam der Hase einmal als Sieger in Ziel! Sicher wird Marko Arnautovic bald wieder ins Team zurückkehren, in welchem er zwischenzeitlich schon als unverzichtbar gelten durfte, aber Werders Nummer 10 ist wieder eine echte Alternative. Nicht nur als Ersatz für verletzte Kollegen oder bei Formtiefs. In dieser Woche darf sich Ekici einmal ins Ziel stellen und “Ich bin noch da” verkünden.

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Werder sichert sich den ersten Sieg in der Rückrunde – 2:0 gegen Hannover 96

Werder Bremen gewann das Nordderby gegen Hannover 96 im Weserstadion mit 2:0. Nils Petersen sicherte dabei den Erfolg durch 2 späte Treffer (85. + 88.). Die Grün-Weißen zeigten sich stark formverbessert im Vergleich zu den Niederlagen der Vorwochen und dominierten die gesamten 90 Minuten der Partie. 96 blieb vor allem in der Offensive vieles schuldig. Mit Diouf und Schlaudraff kamen nur 2 Spieler zu Torschüssen (9 bei Werder), die allerdings auch kaum Gefahr versprühten. Werder hingegen stellte einen neuen Teamrekord für die laufende Spielzeit auf und gab 32 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse ab. Allein Torhüter Ron-Robert Zieler verhinderte eine höhere Niederlage der 96er und hielt die Begegnung lange offen. Bei den Saisontreffern Nr. 8 und 9 der Leihgabe vom FC Bayern München war der Nationalkeeper jedoch auch chancenlos. Erwähnenswert waren noch die Auftritte des Bremer Innenverteidigers Sokratis, der als Defensivspieler sechs Torschüsse abgab (ebenso viele wie Hannover 96) und keinen Zweikampf in der eigenen Spielhälfte verlor, sowie die Leistung Eljero Elias. Der Niederländer belebte nach langer Durststrecke die rechte Angriffsseite und setzte vor den beiden Toren Nils Petersen und Özkan Yildirim stark in Szene. Werder reist am nächsten Samstag nach Stuttgart, Hannover empfängt 1899 Hoffenheim.

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Bundesliga: Spieler des achten Spieltags

Hamburger SV

Der HSV blieb nach dem Aufwind der letzten Wochen im eigenen Stadion dem VfB Stuttgart mit 0:1 unterlegen. Die Rothosen lieferten dabei eine schwache Partie ab. Einmal mehr konnte allerdings Torwart René Adler überzeugen und so erneut die Titel als Spieler und Neuzugang der Partie einheimsen. Die Form des ehemaligen Nationalkeepers ist beachtenswert und deutet darauf hin, dass der Zusatz “ehemalig” bald wieder verschwinden könnte. Rafael van der Vaart und Milan Badelj, deren Einsatz kurzzeitig fraglich war, standen dem HSV zur Verfügung, enttäuschten jedoch.

Nachträge:

Spieler und Neuzugang des 6. Spieltags (HSV – Hannover 96 1:0): René Adler
Spieler des 7. Spieltags (SpVgg Greuther Fürth – HSV 0:1): Heung-Min Son
Neuzugang des 7. Spieltags: René Adler

Spieler des Spiels Anzahl
René Adler 5
Rafael van der Vaart 1
Milan Badelj 1
Heung-Min Son 1
Neuzugang des Spiels Anzahl
René Adler 6
Rafael van der Vaart 1
Milan Badelj 1

Werder Bremen

Werder Bremen lieferte ein überraschend starkes Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach und bezwang die Vorjahressensation der Liga mit 4:0 deutlich und verdient. Unter vielen starken Einzelleistungen stach Marko Arnautovic nicht nur aufgrund seines Tores und der Vorlage für Niclas Füllkrug heraus. Die Entwicklung des Österreichers bei den Grün-Weißen erreichte am Wochenende den vorläufigen Höhepunkt. Auffällig souverän zeigte sich auch Innenverteider Assani Lukimya, dessem letzter Arbeitsnachweis in der Bundesliga Blitzrot gegen den VfB Stuttgart war. Als Ersatz für den verletzten Sebastian Prödl blieb Lukimya am Samstag fehlerfrei und erwies sich als starker Nebenmann des wiedererstarkten Sokratis sowie als Bremer Neuzugang des Spiels.

Nachträge:

Spieler des 6. Spieltags (Werder – Bayern München 0:2): Sokratis
Neuzugang des 6. Spieltags: Eljero Elia
Spieler und Neuzugang des 7. Spieltags (FC Augsburg – Werder 3:1): Kevin de Bruyne

Spieler des Spiels Anzahl
Kevin de Bruyne 3
Aaron Hunt 2
Sebastian Mielitz 1
Sokratis 1
Marko Arnautovic 1
Neuzugang des Spiels Anzahl
Kevin de Bruyne 4
Theodor Gebre Selassie 1
Nils Petersen 1
Eljero Elia 1
Assani Lukimya 1

Hannover 96

Im dritten Bundesligaspiel in Folge gab es für Hannover 96 keinen Sieg. Die Überraschungsmannschaft aus Frankfurt setzte sich im eigenen Stadion verdient mit 3:1 durch. Szabolcs Huszti war einziger Neuzugang im Team und hat allein deshalb diesen Titel bereits sicher. Im Gegensatz zur Vorwoche lieferte der Ungar jedoch auch eine ordentliche Leistung ab und wurde somit auch zum dritten Mal Spieler des Spiels für Hannover 96. Für einen Scorerpunkt reichte es nicht, auch weil Schiedsricher Dingert im Strafraumduell mit Inui auf eine Schwalbe Husztis entschied.

Nachträge:

Spieler des 6. Spieltags (HSV – Hannover 96 1:0): Manuel Schmiedebach
Neuzugang des 6. Spieltags: Szabolcs Huszti
Spieler des 7. Spieltags (Hannover 96 – Borussia Dortmund 1:1): Lars Stindl
Neuzugang des 7. Spieltags: Szabolcs Huszti

Spieler des Spiels Anzahl
Szabolcs Huszti 3
Ron-Robert Zieler 2
Leon Andreasen 1
Manuel Schmiedebach 1
Lars Stindl 1
Neuzugang des Spiels Anzahl
Szabolcs Huszti 6
Adrian Nikci 1
Felipe 1

VfL Wolfsburg

Kein Punkt, kein Tor, keine Neuigkeiten aus Wolfsburg, wenn man einmal davon absieht, dass Spielmacher Diego auf die Bank rotierte. Seine Kollegen konnten das Angriffsspiel aber auch ohne den Brasilianer nicht beleben. Somit geht die Auszeichnung für den Spieler des Spiels einmal mehr an Torhüter Diego Benaglio. Die Auswahl des Neuzugangs fällt schwerer, da kein Feldspieler überzeugen konnte. Emanuel Pogatetz hatte die schwache Offensivleistung als Innenverteidiger noch am wenigsten zu verantworten und verursachte im Gegensatz zu Nebenmann Naldo immerhin keinen Elfmeter.

Nachträge:

Spieler und Neuzugang des 6. Spieltags (VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 0:2): Fagner
Spieler des 7. Spieltags (FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 3:0): Diego Benaglio
Neuzugang des 7. Spieltags: Diego

Spieler des Spiels Anzahl
Diego Benaglio 5
Ivica Olic 2
Fagner 1
Neuzugang des Spiels Anzahl
Ivica Olic 3
Diego 2
Naldo 1
Fagner 1
Emanuel Pogatetz 1
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