Jung, unverbraucht, unverletzt – Werder Bremen vor dem ersten Pflichtspiel

Am Sonntag startet der SV Werder Bremen im Rahmen des DFB-Pokals bei Drittligist Preußen Münster mit dem ersten Pflichtspiel in die neue Saison. Am Freitag darauf beginnt beim Doublesieger Borussia Dortmund die Bundesliga für die Grün-Weißen. Sport ist Nord! warf einen Blick auf den Profikader und schätzt die Erfolgsaussichten ein.

Wer ist weg?

Nach der enttäuschenden Rückrunde der abgelaufenen Saison wagte Werder Bremen den großen Schnitt. Zwei Leistungsträger verabschiedete der Verein ablösefrei zur Bundesligakonkurrenz. Mit Stürmer Claudio Pizarro konnte sich die sportliche Leitung nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Der Peruaner lässt seinen zweiten Frühling beim Branchenprimus Bayern München ausklingen. Torwart Tim Wiese bekam offenbar gar kein neues Arbeitspapier angeboten und schloss sich der TSG 1899 Hoffenheim an. Auch auf die Dienste Markus Rosenbergs verzichtet Werder zukünftig. Der Schwede besserte zwar mit einigen Toren in der Rückrunde noch seine Statistik auf und sicherte sich damit dem EM-Platz des verletzten Guidetti im Kader seines Heimatlandes, überzeugte die Vereinsführung aber dennoch nicht. Die Abgänge Marko Marins zum Chelsea FC und Naldos zum VfL Wolfsburg hingegen ließ sich Werder reichlich entlohnen. Darüber hinaus konnte der Club den Gehaltsetat merklich entlasten, zumal auch gut verdienende Dauerverletzte wie Tim Borowski, Mikael Silvestre oder Sebastian Boenisch den Verein verließen

Wer ist neu?

Der Königstransfer des Sommers heißt Eljero Elia und musste sich gleich aus mehreren Gründen kritisch beäugen lassen. Zum einen spielte der Niederländer bis zum letzten Sommer beim Erzrivalen Hamburger SV und zweitens bei seinem letzten Club Juventus Turin keine Rolle. Dafür bot der 25-jährige eine starke Vorbereitung an, bei der er nicht nur mit Toren, sondern auch spielerisch glänzen konnte. Lediglich im Ligatotalcup fiel Elia etwas ab. In die Kategorie Schnäppchen fällt der neue Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie. Mit der EM-Entdeckung machte Klaus Allofs frühzeitig alles klar, so dass neuen Interessenten beim großen Turnier dieses Sommers nur das Nachsehen blieb. Damit konnte eine lange vakante Position endlich besetzt werden. Im Sturm sowie dem offensiven Mittelfeld entschloss sich der Verein zu günstigen Lösungen. Mit Nils Petersen von Bayern München und Kevin de Bruyne von Chelsea FC wurden zwei junge Spieler auf Leihbasis verpflichtet, die bei größeren Clubs noch keine tragende Rolle spielten. Rafael Wolf, Assani Lukimya, Johannes Wurtz und Richard Strebinger ergänzen den Kader.

Wer fehlt?

Überraschenderweise kann Trainer Thomas Schaaf in Münster aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Clemens Fritz, Nils Petersen und Marko Arnautovic fielen zwar kurzfristig gegen Ende der Vorbereitung verletzt aus, der Österreicher meldete sich allerdings heute als letzter aus dem Trio fit. Nachdem in den letzten zwei Spielzeiten zwischenzeitlich der halbe Kader nicht zur Verfügung stand, bieten sich nun völlig neue Möglichkeiten an.

Was stört?

Der Umbruch lief nach ersten Zweifeln relativ geräuschlos ab. Gute Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen, der sichtbare Wille der Spieler, sich einzubringen sowie ein angenehmes Klima in der Mannschaft nahmen einigen Druck vom Team. Zudem sind sich die Anhänger größtenteils im Klaren darüber, dass ihre Mannschaft in naher Zukunft unter dem Begriff “Wundertüte” geführt wird. Unklar bleibt, wie sich schwache Auftritte in den Pflichtspielen auf die Atmosphäre auswirken würden. Zu Protesten hingegen führte die Verkündigung des neuen Hauptsponsors Wiesenhof. Im Internet bildete sich schnell eine breite Front von empörten Fans und Tierschützen gegen den Geflügelfleischproduzenten. Die Anzahl der Vereinsaustritte hielt sich jedoch in Grenzen und das erste Spiel im Weserstadion nach der Meldung gegen Aston Villa verlief störungsfrei.

Wer spielt?

In den meisten offenen Duellen fiel eine frühe Entscheidung. Sebastian Mielitz, der auch die Trikotnummer 1 erhielt, setzte sich gegen Neuzugang Rafael Wolf durch, der aber durchaus auch zu gefallen wusste. In der Innenverteidigung sicherte sich Sebastian Prödl den Platz an der Seite des unumstrittenen Griechen Sokratis. Assani Lukimya, obwohl ältester Abwehrspieler im Kader, ist auf höchstem Niveau noch zu unerfahren. Zlatko Junuzovic war zu Beginn der Vorbereitung nicht unbedingt für einen Stammplatz vorgesehen, punktete aber von allen Spielern am meisten und liegt damit zur Zeit vor Mehmet Ekici. nach der etwas enttäuschenden Vorsaison bot sich der Deutsch-Türke allerdings auch für neue Aufgaben an. Ein Härtefall ist Kevin de Bruyne, der erst spät zum Kader stieß, aber andeutete, der Mann für besondere Momente sein zu können. Möglich, dass der wiedergenesene Marko Arnautovic vorerst seinen Platz als Rechtsaußen an den Belgier verliert. Im Sturm ist der Zweikampf zwischen Nils Petersen und Eigengewächs Niclas Füllkrug deutlich ausgeglichener als erwartet.

In Münster könnte folgende Elf auftreten:

————————-Mielitz————————

–Gebre Selassie–Prödl—Sokratis—Schmitz

————————-Fritz————————–

——–Junuzovic—————–Hunt—————–

–de Bruyne——————————–Elia——

———————–Füllkrug————————-

Wie sind die Aussichten

Das junge Team geht trotz aller Unerfahrenheit als klarer Favorit in das Pokalduell. Wie gefährlich die Auslosung gegen ein ambitioniertes Drittligateam ist, zeigte sich in der letzten Saison, als Werder trotz Führung in Heidenheim unterlag. Überheblichkeit ist allerdings in diesem Jahr nicht zu erwarten. Jeder Spieler steht in der Pflicht sich zu beweisen, selbst dienstältere Akteure wie Fritz oder Hunt, an denen es ist, die Führungaufgaben im Team zu übernehmen.

In Dortmund sieht die Rollenverteilung völlig anders aus. Ein 3:3 wie im Finale des Ligatotal-Cups wäre ein fast sensationeller Erfolg gegen dem amtierenden Meister. Im schweren Auftaktprogramm muss sich Werder vor allem schadlos halten, um die Stimmung nicht frühzeitig kippen zu lassen. Das Ergebnis eines Umbruchs lässt sich schwer vorhersagen. Im ungünstigsten Fall könnte Werder eine Saison bevorstehen, wie sie der HSV im Vorjahr erlebte. Das große Plus des Team ist, dass fast alle Spieler vor ihrem Karrierezenit stehen. Das heißt allerdings nicht, dass dieser bereits in der beginnenden Saison zwingend erreicht werden muss. Wenn alles gut läuft, können sich die Fans auf ein junges Team und viele positive Überraschungen freuen. Ob am Ende die Qualifikation für das internationale Geschäft steht, hängt auch von der Konkurrenz ab.

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Olympia: Kerstin Thiele holt zweite Silbermedaille für den DJB

Kerstin Thiele D´dorf 2012

Kerstin Thiele

Judoka Kerstin Thiele hat in London für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die 25-jährige holte einen Tag nach Ole Bischof sensationell in der Gewichtsklasse bis 70kg die zweite Silbermedaille für den DJB. Die Nummer 23 der Weltrangliste erhielt bei der Nominierung für Olympia den Vorzug vor Iljana Marzok und Laura Vargas-Koch, ging aber als Außenseiterin in den Wettbewerb. Im Poolfinale sorgte die Vizeeuropameisterin von 2009 für den ersten Paukenschlag, indem sie die Weltranglistenzweite und zweifache Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen, Edith Bosch aus den Niederlanden bezwingen konnte. Im Halbfinale besiegte sie die Chinesin Chen, immerhin Weltranglistenachte per Kampfrichterentscheid, nachdem Thiele zwar keine Wertungen, jedoch die deutlich besseren Wurfansätze gelangen. Lediglich im Finalkampf gegen die Favoritin und Erstplatzierte der Weltrangliste Lucie Decosse, die vor vier Jahren in Peking bereits Silber in der Klasse bis 63kg gewann, war sie chancenlos. Ein O Uchi Gari brachte der Französin eine Waza-ari-Wertung und gewährte ihr die Chance zum Haltegriff im Boden. Nach 19 Sekunden, eine Sekunde vor dem zweiten Waza-ari und damit dem vorzeitigen Sieg durch Ippon gelang Kerstin Thiele mir einem Kraftakt die Befreiung. Den Kampf gegen die bärenstarke Gegnerin konnte die Deutsche aber nicht mehr drehen. Ein Tani Otoshi brachte Lecosse noch eine weitere Yuko-Wertung und damit nach Ablauf der fünfminütigen Kampfzeit den verdienten Olympiasieg. Für Kerstin Thiele blieb eine beachtenswerte Leistung, die mit der Silbermedaille gekrönt wurde.

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Judo: Ole Bischof holt Silber

Ole Bischof JGP Ddorf 2012

Ole Bischof sicherte sich in London seine zweite Medaille - diese Mal Silber

Vier Jahre nach seinem Olympiasieg in Peking hat sich Ole Bischof seine zweite Olympische Medaille erkämpft. Im Finale musste er sich dem Koreaner Kim Jae-Bum geschlagen geben. In der Neuauflage des Finals von 2008 in der Klasse bis 81 kg dominierte Kim den Kampf und siegte mit zwei Yuko-Wertungen verdient. Ole Bischof verfehlte damit den Rekord, als einziger deutscher Judoka zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen zu gewinnen, knapp. Vor allem am Boden zeigte der 32-jährige Deutsche starke Leistungen und bezwang dort sowohl den Kasachen Islam Bozbayev per Haltegriff in Runde 2, sowie auch den Japaner Takahiro Nakai per Armhebel im Viertelfinale. Knapp war die Entscheidung im Halbfinalkampf gegen den US-Amerikaner Travis Stevens, der weder nach 5 Minuten regulärer Kampfzeit, noch in der anschließenden dreiminütigen Verlängerung eine Wertung einbrachte. Der Kampfrichterentscheid fiel aber korrekterweise zugunsten Bischofs aus, der die besseren Techniken zeigen konnte. Bronze ging an den Russen Ivan Nifontov und überraschenderweise an Antoine Valois-Fortier aus Kanada, der im Kampf um Platz 3 Stevens bezwingen konnte.

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Olympia-Fehlstart – Keine Medaillen am ersten Tag

Die ersten Medaillenvergaben der Olympischen Spiele in London fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Enttäuschend war dabei vor allem das Abschneiden der Schwimmer. Weder die 4x100m-Freistil-Staffel der Frauen um Britta Steffen, noch Paul Biedermann über 400m Freistil konnten sich für das Finale ihrer jeweiligen Wettkämpfe qualifizieren. Auch Yannick Lebherz scheiterte über 400m Lagen vorzeitig, wäre gegen die starke Konkurrenz allerdings auch mit einer Karrierebestleistung chancenlos geblieben. Ein ordentliches Ergebnis verbuchte Florettfechterin Carolin Golubytskyi, die im Achtelfinale an der späteren Olympiasiegerin Di Francesca aus Italien mit 9:15 scheiterte, nachdem sie zwischenzeitlich mit 8:3 in Führung lag.

Englmaier (GER) - Romero (ECU) JGP Ddorf 2012 (2)

Tobias Englmaier (hier in Düsseldorf) musste bereits in Runde 1 die Segel streichen

Für Judoka Tobias Engelmaier waren die ersten Olympischen Spiele in der Klasse bis 60 kg bereits in der 1. Runde beendet. Gegen den Armenier Davtyan lag der 24-jährigen nach zwei Shido mit einer Yuko-Wertung zurück. Ein Uranage hatte scheinbar den Ausgleich für den Deutschen bedeutet, der Mattenrichter wurde jedoch von seinen Kollegen überstimmt. 14 Sekunden vor Ende der Kampfzeit konterte Davtyan Engelmaier aus und setzte zu einem Würgegriff an, in dem der Weltranglisten 21. gegen seinen acht Plätze höher geführten Kontrahenten aufgeben musste.

Der Tag wurde von den Athleten Chinas dominert. Die Gewichtheberin Wang, Schwimmerin Ye, sowie deren Teamkollege Sun sowie Schützin Yi sorgten für gleich vier Goldmedaillen in den ersten zwölf Entscheidungen. Die italienische Olympiamannschaft war zwei Mal erfolgreich.

Tennisprofi Philipp Kohlschreiber sagte seine Teilnahme am Olympischen Tennisturnier kurzzeitig wegen einer Fußverletzung ab, nachdem er heute noch das Finale des ATP-Turniers von Kitzbühel verlor. Philipp Petzschner hingegen bleib gegen Lukas Lacko mit 7:6 und 6:1 erfolgreich. Sein nächster Gegner wird Janko Tipsarevic aus Serbien sein. In der Damenkonkurrenz ist Mona Barthel hingegen gescheitert. Sie unterlag der Polin Urszula Radwanska mit 3:6 und 4:6.

Alle Medaillengewinner und Finalrundentermine im Olympiakalender

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Langer Donnerstag für Philipp Kohlschreiber

Ein Freilos in Runde 1 sowie eine Regenunterbrechung am gestrigen Mittwoch sorgten bislang für eine vergleichsweise ruhige Tenniswoche für Tennisprofi Philipp Kohlschreiber. Dies sollte sich heute ändern. Die in Kitzbühel an Nummer 1 gesetzte derzeitige Nummer 23 der Weltrangliste musste zunächst die Achtelfinalpartie gegen den ungarischen Qualifikanten Attila Balazs beenden. Der Zwischenstand von 0:3 vom Vortag erwies sich dabei allerdings nur auf dem Papier als Hürde. Kohlschreiber überließ dem Kontrahenten nur noch zwei weitere Spiele und siegte nach insgesamt 70 Minuten mit 6:4 und 6:1. Damit konnte der deutsche Olympiastarter zumindest etwas Kraft für die Viertelfinalpartie gegen Lukas Rosol aus Tschchien aufsparen. Das Match gegen den Tschechen, der in Wimbledon Rafael Nadal besiegen konnte und im Anschluss gegen Kohlschreiber unterlegen blieb, war ebenfalls noch für den Donnerstag angesetzt. Dieses Mal war der Augsburger gezwungen, über die vollen drei Sätze zu gehen. Das 6:4 im ersten Durchgang für den Deutschen konnte Rosol im zweiten Satz mit 6:2 kontern. Doch im entscheiden Durchgang hatte Kohlschreiber überraschenderweise noch Kraftreserven übrig.  Er servierte sicherer als sein Gegner und konnte dessen drei Breakchancen allesamt abwehren. Im Gegenzug nahm Kohlschreiber selbst Rosol ein Aufschlagspiel ab und setzte sich somit erneut mit 6:4 durch. Nun steht die aktuelle deutsche Nummer 1 im Herrentennis unmittelbar vor dem Olympischen Turnier im Halbfinale von Kitzbühel – leider auf dem falschen Belag, denn das österrichische ATP Turnier wird auf Sand gespielt, während Olympia auf den Rasenplätzen von Wimbledon ausgetragen wird. Gegner in der Vorschlussrunde wird der Italiener Filippo Volandri sein, der heute ebenfalls zwei Siege einfahren konnte. In London trifft Kohlschreiber in der nächsten Woche in seiner Erstrundepartie auf Blaz Kavcic aus Slowenien. Überraschend auch am Start wird Philipp Petzschner sein, der für Ivo Karlovic aus Kroatien nachrücken darf. Karlovic musste seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Petzschner trifft auf Lukas Lacko aus der Slowakei.

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Olympia ist Nord!

Morgen werden die 30. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet und bereits am Samstag gibt es die ersten Medaillenentscheidungen. Wer genau informiert sein möchte, welche Finalkämpfe anstehen und welche deutschen Sportler daran beteiligt sein werden, ist mit einem Blick auf den Sport-ist-Nord!-Olympiakalender bestens beraten. Hier gibt es alles zur Medaillenvergabe und der Platzierungen unserer Athleten. Sport ist Nord! wünscht viel Spaß bei den Spielen, den Wettkämpfern allen nur denkbaren Erfolg und den Spielen keine Verletzungen oder Dopingfälle.

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Auftaktsieg: VfL Osnabrück bezwingt Dortmunds Zweite mit 2:0

Der VfL Osnabrück ist mit einem Heimsieg in die Drittligasaison 2012/13 gestartet. Das Team vom Trainer Claus-Dieter “Pele” Wollitz bezwang die Zweitvertretung des Doublesiegers Borussia Dortmund in der Osnatel-Arena mit 2:0 (1:0). Der Dortmunder Nachwuchs, der sich in der vergangenen Saison mit den Sportfreunden Lotte, unmittelbar vor den Toren Osnabrücks in der Regionalliga West um einen Ausfstiegsplatz duellierte und letztlich erfolgreich blieb, begann ordentlich, die Lila-Weißen waren jedoch auch in der ersten Halbzeit das stärkere Team. Kurz vor der Pause rutschte eine Flanke des bärenstarken Simon Zoller, Neuzugang vom Zweitligaabsteiger Karlsruher SC über den Kopf seines alten und neuen Teamkollegen Marcus Piossek. Am langen Pfosten wartete jedoch Rückkehrer Gaetano Manno und erzielte den Treffer zur verdienten 1:0-Pausenführung. In der zweiten Spielhälfte war der VfL in allen Belangen überlegen. Zoller krönte seine Leistung in der 71. Minute mit dem 2:0 und zog sich zum Torjubel das Trikot aus. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte keine Wahl und zeigte dem Torschützen die gelbe Karte, ein Vorfall der wenige Minuten später von Relevanz sein sollte. Nach einem Allerweltsfoul im Mittelfeld wurde Simon Zoller erneut verwarnt und musste damit vorzeitig mit der gelb-roten Karte das Spielfeld verlassen. Der Ärger seines Trainers galt nach der Partie ausschließlich dem Unparteiischen. Aber auch in Überzahl konnte Dortmund den Druck nicht mehr wesentlich erhöhen. Der VfL brachte das 2:0 souverän über die Zeit und beginnt die neue Spielzeit in den oberen Tabellenregionen. Am kommenden Samstag wartet in Saarbrücken die erste schwere Auswärtshürde. Der 1 FC konnte sein erstes Saisonspiel ebenfalls gegen eine Zweitvertretung eines Bundesligisten gewinnen. Beim VfB Stuttgart II kam das Team zu einem 1:0-Auswärtserfolg.

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Transferhammer im Norden: Naldo wechselt zum VfL Wolfsburg!

Ein Paukenschlag auf dem Bundesliga-Transfermarkt: Werder Bremen meldet, dass der brasilianische Innenverteidiger Naldo mit sofortiger Wirkung zum VfL Wolfsburg wechselt. Der Vertrag des 29-jährigen wäre zum Sommer 2013 ausgelaufen und Naldo liebäugelte zuletzt häufiger damit, Werder zu verlassen. Unter anderem Stand dabei eine Rückkehr in die heimische Liga zur Debatte. Werder Bremen verliert damit den dienstältesten seiner fünf Innenverteidiger. Seit 2005 kickte Naldo an der Weser. In Wolfsburg erhält er nun einen Vierjahresvertrag. Die Höhe der Ablösesumme ist derzeit noch nicht bekannt, laut Werder-Sportdirektor Klaus Allofs hat sich der Transfer aber auch für den Verein gelohnt. Neben dem Brasilianer fehlt in der Abwehr vorerst auch François Affolter aufgrund seiner Teilnahme am olympischen Turnier mit der Auswahl der Schweiz. Nachwuchsspieler Prince-Désir Gouano von Juventus Turin könnte diese Lücke eventuell füllen. Werder befasst sich mit dem 18-jährigen. Ob Naldo in Wolfsburg auf seinen Landsmann und ehemaligen Teamkollegen Diego treffen wird, ist zur Zeit noch offen. Diego hatte sich am letzten Spieltag der Sason 2010/11 mit Trainer Felix Magath überworfen und war zuletzt an Atletico Madrid ausgliehen, wo er die Europa League gewinnen konnte.

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Pfeiffersches Drüsenfieber – Matthias Rath sagt CHIO in Aachen mit Totilas ab

Matthias Rath, der Reiter des Ausnahme-Dressurpferdes Totilas muss seine Teilnahme beim diesjährigen CHIO in Aachen absagen. Rath ist am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und kann am prestigeträchtigen Turnier, das am nächsten Wochenende beginnt, nicht starten. Damit ist der Titelverteidiger des Großen Dressurpreises aus dem Rennen. Auch die Teilnahme an den Olympischen Dressurturnieren ist in Gefahr. Die Wettkämpfe im Londoner Greenwich Park starten am 2. August.

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Tommy Haas macht´s noch einmal – Finalsieg gegen Federer in Halle

Tommy Haas hat in Halle/Westfalen sensationell den 13. Turniersieg seiner Karriere gefeiert. Ein Jahr nach seinem Comeback nach 15-monatiger Verletzung und drei Jahre nach dem letzten Titel – ebenfalls in Halle – bezwang er die aktuelle Nummer 3 der Weltrangliste und den Rekordsieger des Turniers, den Schweizer Roger Federer, mit 7:6 und 6:4 und krönte damit eine starke Woche. Im ersten Durchgang nahmen sich beide Kontrahenten jeweils ein Mal den Aufschlag ab, so dass der Tie Break die Entscheidung bringen musste. Haas behielt mit 7:5 die Oberhand. Im zweiten Satz bekam dann Roger Federer die Möglichkeit, bei eigenem Aufschlag vorzulegen und tat dies sogleich zum 1:0. Tommy Haas stand bei seinem anschließenden Service mächtig unter Druck, wehrte jedoch zwei Breakchancen des Schweizers erfolgreich ab und glich aus. Es sollten die letzten Möglichkeiten Federers bleiben, dem 34-jährigen gebürtigen Hamburger den Aufschlag abzunehmen. Beim Stand von 4:4 nutzte Haas seinerseits die Chance und ging nach dem wohl spektakulärsten Ballwechsels den Endspiels mit 5:4 in Front. Das 6:4 war Formsache und Haas unter dem Beifall des Publikums oben auf. Auch der Gegner hatte nur freundliche Worte für den großen Moment. “Ich freue mich für Tommy” verkündete der unterlegene Roger Federer. Nach Philipp Kohlschreibers Erfolg im Vorjahr darf Turnierdirektor Ralf Weber erneut einen deutschen Champion krönen, was aufgrund des starken Feldes mit Rafael Nadal und eben Federer ein großer Erfolg für das deutsche Tennis ist. Auch Kohlschreibers Leistung ist hervorzuheben. Der Titelverteidiger bezwang im Viertelfinale Nadal und musste sich im Halbfinale Tommy Haas geschlagen geben. Die Vorbereitung für Wimbledon sowie das Olympische Tennisturnier auf der selben Anlage läuft gut an.

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