In der 92. Minute der Bundesligaauftaktpartie zwischen dem Deutschen Meister FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg rettete Bastian Schweinsteiger dem amtierenden Titelträger die drei Punkte. Bayern hatte die erste Halbzeit der Partie dominiert, nachdem WM-Torschützenkönig Müller sein Team bereits früh in Führung brachte. Aber der Rekordmeister verpasste es vorzeitig eine Entscheidung herbeizuführen. Und so bekam der neue Wölfe-Coach Steve McClaren in der Halbzeit die Möglichkeit, einen groben Schnitzer in der Aufstellung seines Teams zu beseitigen. Der mit dem wiedererstarkten Franck Ribery restlos überforderte Rechtsverteidiger Peter Pekarik musste das Feld räumen und Zvjezdan Misimovic kam zum Zuge. Neu-Nationalspieler Sascha Riether rückte in die Defensive. Der Bosnier, dessen Platz im Kader mittlerweile eigentlich vom Ex-Bremer Diego bekleidet werden sollte belebte das Spiel sofort. Innerhalb der ersten zehn Minuten kam der VfL zu fünf erstklassigen Chancen – geschätzte fünf mehr als im gesamten ersten Durchgang – und zum Ausgleich. Nach einer Ecke traf der Torschützenkönig der vergangenen Saison Edin Dzeko per Kopf zum mittlerweile überfälligen 1:1. Die Bayern bemerkten, dass die Partie auf der Kippe stand und kämpften sich zurück. Mit einem Mal bekamen die Zuschauer eine Ahnung, dass sich hier tatsächlich die deutschen Fußballmeister der vergangenen zwei Spielzeiten gegenüberstanden. Und hätten die Wölfe den Aufwand für ein durchaus mögliches 2:1 betrieben, wie sie es noch für den Ausgleich getan hatten – vielleicht wäre die Saison mit einer Überraschung gestartet. Letztlich war es dann doch der Meister, der die Entscheidung suchte und auf den letzten Drücker auch fand. Man mag es die Routine des Rekordmeisters oder auch den Bayern-Dusel nennen: Durch den Treffer von Bastian Schweinsteiger stehen die Münchner am Anfang der Spielzeit 2010/11 dort, wo sie die abgeschlossene beendeten: an der Tabellenspitze. Dort werden sie aufgrund des knappen Ergebnisses das Wochenende wohl eher nicht überstehen, aber die erste Duftmarke ist gesetzt. Wer die Bayern in diesem Jahr schlagen will, muss alles in die Waagschale werfen und das schaffte der VfL Wolfsburg nicht über die gesamte Spieldauer. Wo der Weg für die Wölfe hingehen mag ist schwer absehbar. Zwischen dem Meister 08/09 und dem Zehntplatzierten 09/10 fand man auf dem Platz heute alles. Das mit Misimovic und Innenverteidiger Barzagli zwei quasi aussortierte Spieler die Bestnoten für sich in Anspruch nahmen spricht zumindest nicht für die Kaderplanung. Glücklicherweise waren beide heute noch dabei, auch wenn keine Punkte von der Isar mitgenommen wurden.
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Bayern Müncheeeeeeen ….